ETFs: Was sie leisten, wo ihre Risiken liegen und wie du auswählst
Ein ETF kann die ganze Welt enthalten oder eine einzige Branche. Was er dir abnimmt, was er dir nicht abnimmt – und in welcher Reihenfolge du auswählst.
Ende Februar 2009 steht der MSCI World, ein breiter Aktienindex der Industrieländer, in Euro 55,7 % unter seinem Höchststand vom Sommer 2000. Aus 10.000 Euro, die zum Hoch investiert wurden, sind gut 4.400 geworden.
Kein Swap-Partner ist ausgefallen, kein Leihgeschäft geplatzt, kein Fonds geschlossen worden. Ein ETF auf diesen Index hätte genau das getan, wofür er gebaut ist: den Index abbilden. Der Verlust kam aus dem Markt.
Darin steckt das Denkmodell dieses Whitepapers. Ein ETF ist nur die Hülle. Welche Rendite du erwarten kannst und welches Risiko du trägst, entscheidet vor allem der Index, den er abbildet. Die Hülle macht die Umsetzung günstig und transparent. Breit gestreut ist ein ETF aber nur, wenn es auch sein Index ist. Deshalb beginnt die Auswahl beim Index. Danach kommen die Kosten, dann der Rest.