Weltportfolio: Die Logik hinter globalem Investieren
Warum globale Streuung funktioniert, wie Weltindizes gewichtet sind und warum breit nicht automatisch ausgewogen bedeutet.
Einer der breitesten Weltaktienindizes, der MSCI ACWI IMI, enthält 8.036 Unternehmen aus 47 Ländern. Industriekonzerne in Japan, Banken in Brasilien, Softwarehäuser in Indien, Rohstoffförderer in Kanada – fast alles, was an einer Börse gehandelt wird und groß genug ist, steckt darin. Und trotzdem entfallen rund 63 % seines Werts auf ein einziges Land.
Darin stecken die zwei Fragen dieses Whitepapers. Warum sollte man überhaupt die ganze Welt kaufen, statt sich auf die aussichtsreichsten Märkte zu konzentrieren? Und wie breit ist „die ganze Welt“ eigentlich, wenn ein Land fast zwei Drittel ausmacht?
Die Antwort auf die erste Frage ist ein Denkmodell: Ein Weltportfolio muss nicht wissen, welches Land, welche Branche oder welches Unternehmen künftig gewinnt – es beteiligt sich möglichst breit an allen. Die Antwort auf die zweite Frage ist unbequemer. Breit heißt nicht automatisch ausgewogen; wie stark ein Weltportfolio von einzelnen Ländern und Konzernen abhängt, entscheidet auch seine Gewichtung. Die Daten zeigen, was globale Streuung tatsächlich leistet – und wo ihre Grenzen liegen.