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Whitepaper

Anleihen: Wie sie funktionieren und welche Rolle sie im Portfolio spielen

Warum Anleihekurse mit den Zinsen schwanken, welche Risiken in Schuldner, Laufzeit und Währung stecken – und wann Anleihen ein Aktienportfolio stabilisieren können.

Assetklassen · Portfoliostruktur · — Adrian Kuchar

2022 war ein Jahr, das viele Anleger an ihren Anleihen zweifeln ließ. Euro-Staatsanleihen – Kredite an Staaten wie Deutschland, Frankreich, Italien oder Österreich – verloren über alle Laufzeiten gerechnet 18,5 %. Der Weltaktienmarkt gab in Euro im selben Jahr 13,0 % nach. Ausgerechnet der Teil des Depots, der für Ruhe sorgen sollte, fiel stärker als die Aktien.

Der Blick in die Details erzählt aber eine andere Geschichte als „Anleihen sind riskant“. Euro-Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von ein bis drei Jahren verloren 4,3 %, solche mit 15 bis 30 Jahren Restlaufzeit 34,7 %. Dieselben Staaten, ein völlig anderes Ergebnis. Den Unterschied machte nicht der Schuldner, sondern die Laufzeit.

Darin steckt die Grundidee dieses Whitepapers. Eine Anleihe ist ein Kredit – wie riskant sie für dich ist, hängt vor allem von drei Dingen ab: wem du das Geld leihst, wie lange und in welcher Währung. Erst wenn du das weißt, lässt sich die eigentliche Frage beantworten: Welche Aufgabe soll eine Anleihe in deinem Portfolio erfüllen? Dieses Whitepaper zeigt, wie Anleihen funktionieren, wo ihre Risiken liegen und wann sie ein Aktienportfolio tatsächlich stabilisieren.

Aktualisiert am 23. Okt. 2026